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Stromkosten senken? Praxisbeispiel

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Die Schöneweiss & Co GmbH aus Hagen versorgt ihr Werk direkt aus einer nahen Windenergieanlage. Die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate stellt das Projekt als Praxisbeispiel vor.

  • Die Anlage wurde im Frühsommer 2025 eingeweiht; sie soll jährlich voraussichtlich 14 Millionen kWh liefern, bei einem Bedarf von rund 13,5 Mio. kWh.
  • Es betrifft energieintensive Unternehmen, die eine Direktbelieferung mit Grünstrom erwägen.
  • Für Unternehmen ergibt sich daraus keine Frist.

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Im August 2025 haben wir über die Schöneweiss & Co GmbH aus Hagen berichtet. Vor allem für Prozesswärme braucht das Schmiedeunternehmen viel Energie. Einen erheblichen Teil seines Stroms bezieht es direkt aus einer Windenergieanlage in zweieinhalb Kilometern Entfernung. Die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate stellt das Projekt in ihrer Kampagne „Das geht in NRW“ als Praxisbeispiel vor.

Am 10. April 2025 haben Schöneweiss und der Windenergiebetreiber SL Naturenergie den Liefervertrag besiegelt. Die Anlage, eine Enercon E-138 bei Brechtefeld, steht rund 2,5 km vom Werk entfernt und liefert über eine bestehende Kabeltrasse direkt Strom. Weil der Strom nicht über das öffentliche Netz fließt, fallen keine Netzentgelte an. Die Prozesswärme der Induktionsanlagen entsteht aus Windstrom, ergänzt durch Strom aus dem öffentlichen Netz. Eingeweiht wurde die Anlage im Frühsommer 2025; von der Entscheidung bis zur Inbetriebnahme vergingen rund zwei Jahre.

Die Leistung des Windrads beträgt 4,26 MW. Nach Angaben des Geschäftsführers braucht die Produktion jährlich rund 13,5 Mio. kWh für Prozesswärme, das Windrad liefert voraussichtlich 14 Millionen kWh (NRW.Energy4Climate, Stand 3. Oktober 2026). Welcher Anteil direkt genutzt werden kann, zeigt sich laut Unternehmen erst im laufenden Betrieb, sodass unsere frühere Angabe, die Anlage erzeuge genau so viel Strom, wie das Werk verbraucht, zu ungenau war. Das Konzept rechnet sich nach Angaben des Unternehmens bereits durch Einsparungen bei Spitzenlasten, die zuvor sechsstellige Beträge kosteten.

Die Landesgesellschaft unterstützt Unternehmen, die sich für eine Direktbelieferung mit Grünstrom interessieren (NRW.Energy4Climate, Stand 12. August 2026). Als weiteres Beispiel nennt sie das BENTELER-Werk in Lichtenau, dessen rund 10 Kilometer lange Leitung etwa 50 Prozent des Strombedarfs deckt. Förderprogramme für die Direktbelieferung nennen die Quellen nicht.

Die regulatorischen Hürden hält der Geschäftsführer von Schöneweiss weiterhin für hoch; er sieht dringenden Bedarf an Vereinfachungen. Für Unternehmen ergibt sich aus dem Beispiel keine Frist.

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